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Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit:

Deutschland bekennt sich im Grundgesetz zu den unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts, aber auch das aktuelle Zeitgeschehen zeigen uns die stetig wiederkehrenden Gefährdungen unserer Demokratie. Vor dem Hintergrund einer sich global vernetzenden Welt werden wir zugleich mit neuen Fragen und Herausforderungen konfrontiert, auf die auch die Demokratie nicht ohne weiteres eine Antwort hat. Eine lebendige Demokratie erfordert deshalb nicht nur demokratische Institutionen und ein plurales Parteiensystem, sondern auch eine vitale Zivilgesellschaft, deren bürgerschaftliches Engagement und deren prodemokratische Werthaltungen die Basis für Bestand und Weiterentwicklung von Staat und Gesellschaft sind. Demokratie ist nicht vererbbar und keine selbstverständliche oder natürliche Disposition des Menschseins. Vielmehr muss sie gelernt werden, von jeder Generation erneut – hier hat der demokratische Staat eine kontinuierliche und unaufschiebbare Aufgabe.

Thüringen 19_19: Demokratie stärken, demokratisches Lernen vorbereiten. Ein tätiges Jubiläum der Weimarer Republik 2019