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Innovative Gedenkstättenpädagogik entwickeln:

Die Gedenkstätten sind mit neuen, heterogenen Lerngruppen konfrontiert, die innovative Angebote auf Basis neuer didaktischer und pädagogischer Konzepte benötigen. Dabei kann und sollte Erinnerung nicht einfach tradiert werden. Erinnerung alleine garantiert keine demokratische und menschenrechtsbezogene Wertebildung. Gerade im Hinblick auf das Scheitern der Weimarer Republik muss vielmehr in den Gedenkstätten und in den Schulen eine gegenwartsbezogene Auseinandersetzung mit der Vergangenheit gefördert werden. Eine intensive Zusammenarbeit von formaler und nonformaler Bildung stärkt die gemeinsame Verantwortung, die sich aus der Geschichte ergibt und auf ein „reflexives Geschichtsbewusstsein“ zielt. Die Gedenkstätten stehen durch den Generationenwandel und den Verlust der Zeitzeugen­ zum NS vor der Aufgabe, neue innovative Zugänge für ein historisch-demokratisches Lernen in einer heterogenen Gesellschaft zu entwickeln.

Thüringen 19_19: Demokratie stärken, demokratisches Lernen vorbereiten. Ein tätiges Jubiläum der Weimarer Republik 2019