Schlussbemerkung

Für die Bildungseinrichtungen in Thüringen bedeutet dies: Demokratielernen ist Grundprinzip in allen Bereichen ihrer pädagogischen Arbeit – in den Kindertagesstätten, der außerschulischen Jugendbildung und den Gedenkstätten sowie in der Schule.

Gerade die Schule ist Handlungsfeld gelebter Demokratie, in dem die Würde des Anderen großgeschrieben, Toleranz gegenüber anderen Menschen und Meinungen geübt, für Zivilcourage eingetreten wird sowie Regeln eingehalten und Konflikte gewaltfrei gelöst werden. Demokratieerziehung in Kindertagesstätten, Schulen und Jugendeinrichtungen ist Aufgabe aller Fächer, aller Wissensbereiche und aller pädagogischen Handlungsfelder.

In jedem Fach wie auch außerhalb des Unterrichts in den Schulen, im Lernen und Leben in den Kindertagesstätten sowie in der pädagogischen Arbeit im außerschulischen Bereich sowie in den Gedenkstätten geht es darum, die Verantwortungsübernahme durch Kinder und Jugendliche sowie durch Schülerinnen und Schüler sowohl zu fordern als auch zu fördern und sie damit zugleich beim Aufbau persönlicher und sozialer Kompetenz zu unterstützen: Nur dann wird es gelingen, den demokratischen Geist der Weimarer Verfassung von 1919 mit der demokratischen Praxis und Lebensqualität in Thüringen 2019 produktiv und demokratieförderlich zu verbinden.